Transport / Lagerung von Batterien

Lithiumhaltige Akkus dürfen nur mit einer Ladung von max. 30% ausgeliefert werden. Folgende Akkupacks sind davon betroffen:

  • PSU413D
  • PSU413D+
  • AP413D
  • AP413D+
Details dazu können Sie in der entsprechenden Richtlinie der IATA nachlesen. Weitere Informationen zum Versand und Umgang mit Lithium-Batterien finden Sie in den folgenden Dokumenten.

Lithium Verpackung
Lithium

Passivierung

Lithium Batterien sind von einem unter der Bezeichnung „Passivierung“ bekannten chemischen Phänomen betroffen, bei dem sich eine Lithium-Chlorid-Schicht (LiCl) an der Oberfläche der Anode bildet. Diese LiCl-Schicht, bei der es sich im Wesentlichen um einen hochohmigen Film zwischen der Anode und dem Elektrolyt handelt, ist verantwortlich für die lange Haltbarkeit von Lithium-Thionylchlorid-Batterien, da sie die Selbstentladung verhindert. Werden Batterien bei erhöhten Temperaturen und/oder für mehrere Monate bzw. Jahre gelagert, nimmt die Stärke der LiCl-Schicht und damit auch deren Widerstand zu.

Bei Belastung einer derart passivierten Batterie kann es infolge des erhöhten Widerstands der LiCl-Schicht zu einem Einbruch der Spannung kommen. Die bei der Entladung einsetzende chemische Reaktion führt zu einem Abbau der LiCl-Schicht, wodurch sich auch deren Widerstand wieder verringert und die Spannung langsam auf das Niveau einer nicht passivierten Batterie ansteigt. Bei der Passivierung handelt es sich um einen vollständig umkehrbaren Effekt.

Die Depassivierung einer Batterie kann somit durch Entladung mit einem definierten Strom für eine festgelegte Zeit erfolgen. Da die Stärke der LiCl-Schicht im direkten Zusammenhang mit der Dauer der Lagerung steht, ist die erforderliche Zeit für die Depassivierung von dieser abhängig. Zur Verkürzung der Zeit für die Depassivierung kann auch der Entladestrom erhöht werden, wobei der für die Zelle zulässige Maximalwert bzw. der vom Hersteller empfohlene Wert zu beachten ist.

Passivierung

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